Alles neu

1970 – Halbzeit: 50 Jahre DG VERLAG
Nach einem halben Jahrhundert DG VERLAG ist klar: Aus der Idee eines genossenschaftlichen Verlages ist ein erfolgreiches Unternehmen mit Zukunft geworden. Fast 20 Millionen DM Umsatz und mehr als 750 Mitglieder sprechen eine eindeutige Sprache. Aber wie immer schaut der DG VERLAG gerne kurz zurück und noch freudiger Richtung Zukunft, denn wieder mal zeichnet sich ein Wandel ab.

1972 – Alle unter einem Dach
Das Jahr startet mit einem verbandspolitischen Durchbruch: Der Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e.V. wird als Dachverband für die Kreditgenossenschaften ins Leben gerufen. Nun sind alle Volksbanken und Raiffeisenbanken unter einem Dach vereint und immer mehr Raiffeisenbanken werden Kunden des Verlages. Für den DG VERLAG besteht dringender Handlungsbedarf. Welche Rolle soll er innerhalb der neuen Strukturen einnehmen? Schließlich gibt es zu diesem Zeitpunkt eine Vielzahl an genossenschaftlichen Druckereien. Das Ziel ist klar: Der DG VERLAG soll das einheitliche Verlagsunternehmen werden.

ab 1975 – Come together
Steigerung der Effizienz durch Zusammenlegung – das ist die Grundidee des DG VERLAGES, die ab 1975 nochmal mehr Schwung aufnimmt. Mit der Übernahme der Verlags- und Handelsabteilung der Raiffeisendruckerei GmbH, Neuwied, der Genossenschaftlichen Treuhand- und Vertriebsgesellschaft, Hannover, der Buch- und Treuhandstelle, Stuttgart, und der Genossenschaftsberatung Baden GmbH bekommt der DG VERLAG ein deutschlandweites Filialnetz. Doch auch am Zentralstandort Wiesbaden gibt es Neuigkeiten.

1976 – Richtfest das Zweite
Wirtschaftliches Wachstum geht beim DG VERLAG immer mit Platzmangel einher. Die Räume in der Nauroder Straße platzen bereits aus allen Nähten und das trotz des Arbeitskampfes in der Druckindustrie. Geplant ist ein acht- und ein zehnstöckiger Gebäudeteil mit einer Verkehrs- und Arbeitsfläche von 6.650 qm. Genügend Platz für bis zu 350 Mitarbeiter. Zum Vergleich: In der Nauroder Straße beschäftigt man seinerzeit 180 Menschen. Das Richtfest findet im August 1976 statt und bereits im Juni 1977 feiert man die Einweihung des neuen DG VERLAG-Gebäudes. Durch den neuen Gebäudeteil ändert sich auch die Adresse. Fortan firmiert man unter Leipziger Straße 35, auch wenn das Grundstück in etwa das gleiche geblieben ist.  

1982 – Die Zukunft wird elektronisch
Mit der Einrichtung des Produktbereichs „Elektronik" stellt sich der DG VERLAG frühzeitig auf die neuen technischen Entwicklungen ein und baut hier von Anfang an eine Kompetenz auf, die sich auszahlen sollte.

1983 – Gute Karten
Die EC-Geldautomatenkarte gehört schon länger zum Repertoire des DG VERLAGES, aber 1983 erreicht sie ein völlig neues Level. Als „Bankkarte“ übernimmt sie in Zukunft gleich mehrere Funktionen und soll den Kunden einen sicheren Zugang zu institutseigenen Geldautomaten und sonstigen SB-Services verschaffen. Der DG VERLAG übernimmt hierbei das komplette Sicherheitsmanagement. Der Urknall für den heutigen Geschäftsbereich „Cards & Security“. Übrigens: Im Jahr 2008 wird aus ebendieser EC-Karte die heutige girocard. Aber auch junge Menschen haben 1983 „gute Karten“ beim DG VERLAG, zum ersten Mal in seiner Geschichte stellt der Verlag Auszubildende ein.

Mitarbeiter

1970: 94 Mitarbeiter
1982: 420 Mitarbeiter

Mitgliederwachstum

1970: 754 Mitglieder
1982: 2.392 Mitglieder

Umsatzwachstum

1970: 19,4 Millionen DM
1983: 152,1 Millionen DM